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Übersicht

Lage

Inmitten des Havellandes und unweit von der Metropole Berlin entfernt befindet sich das Dorf Lietzow. Das am Rande der Nauener Platte und am Luchgebiet angrenzende Dorf wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform des Landes Brandenburg im Jahr 2003 der Stadt Nauen zugeordnet und ist seither ein Ortsteil Nauens. Aufgrund der direkten Lage an der Bundesstraße 5 kann das Dorf, in dem ca. 280 Personen beheimatet sind, als typisches „Straßendorf“ bezeichnet werden. Zu Lietzow gehört auch der Gemeindeteil Utershorst, der am großen havelländischen Hauptkanal gelegen ist und in dem ca. 10 Familien leben.

 

 

 

Wirtschaft

In dem kleinen und beschaulichen Ort Lietzow lässt es sich nicht nur gut leben, Lietzow bietet seinen Bewohnern und Pendlern auch ein gutes Arbeitsumfeld. Neben prägenden Unternehmen wie POHL + JEHNE Zerspanungstechnik GmbH und der Brandenburger Vermarktungs- und Dienstleistungs-GmbH (Milchviehhaltung sowie Rinderaufzucht / Rindermast) verfügt Lietzow auch über eine recht große Anzahl von kleineren Unternehmen. Beispielhaft hierfür lassen sich die Elektrounternehmen Norbert Vieregg, Werner Vieregg und Elektro Meyer sowie das Landwirtschaftsunternehmen Wensche nennen. Darüber hinaus sind im Ort auch Unternehmen anderer Branchen wie u.a. die PAVAN Kraftfahrzeug Handel GmbH, das Textilunternehmen Aneywear und das bell´ ambiente, ein intalienisches Möbelgeschäft, aktiv. Einige der genannten Unternehmen sind bereits seit der Wende im Ort beheimatet und haben somit das wirtschaftliche Umfeld Lietzows maßgeblich geprägt. Auch aufgrund der Lagegunst, direkt an der Bundesstraße 5 und kurz vor der Metropole Berlin, können die ansässigen Unternehmen erfolgreich prosperieren.

 

 

 

Landwirtschaft

Die Gemarkung Lietzow verfügt über eine Fläche von 12km². Das Dorf ist traditionell auch landwirtschaftlich geprägt. Auf den höher gelegenen Ausdehnungen befinden sich Ackerflächen sowie im Luchgebiet Weiden, Wiesen und in Teilen weitere Ackerflächen. Gemessen an den brandenburgischen Verhältnissen sind die Böden relativ fruchtbar mit Bodenpunkten von über 70.

 

Es gibt in Lietzow drei landwirtschaftliche Haupterwerbsbetriebe, die sich insbesondere mit dem Acker- und Futterbau, der Tierhaltung (z.B.: Milchproduktion), der Erzeugung Erneuerbarer Energien sowie der Erbringung von Dienstleistungen beschäftigen.

 

 

 

Besonderheiten

 

Die Kirche

Nachdem die Lietzower Kirche zum Ende des 18. Jahrhunderts durch ein Feuer zerstört wurde, folgte in den Jahren 1863-1865 unter Mitwirkung von August Stüler, einem Schüler des berühmten Karl Friedrich Schinkel, der Neuaufbau. Das im neugotischen Stil errichtete gelbe Bachsteinbauwerk ist eine architektonische Augenweide und ein bautechnisches Zeitzeugnis, denn sie wurde mit dem damals noch neuen und hochmodernen Baustoff Beton gefertigt. Erhalten sind aus der Erbauungszeit auch noch bedeutende Teile der Inneneinrichtung wie die Kanzel, der Altar, das Taufebecken sowie das Chorgestühl.

 

 

 

 

Das Schlösschen – Domänenpächterhaus / Die Wasserburg

Die Gebäude der Domäne befanden sich zunächst nur nördlich der Hamburger Chaussee (Bundesstraße 5). Anfang des 20. Jahrhunderts ließ der damalige Domänenpächter, Max Voigt, südlich der Hamburger Chaussee ein zweites Wohnhaus bauen, welches im Sprachgebrauch „Schlösschen von Lietzow“ genannt wurde. Bezeichnend für den eingeschossigen Putzbau sind das hohe und ausgebaute Mansarddach und die darin eingelassenen Gauben. Hinter dem Gebäude befindet sich ein sehr großer Park sowie eine Wasserburg, die wohl im 12. Jahrhundert durch den Askanier, Albrecht I. von Brandenburg, auch Albrecht der Bär genannt, erobert und ausgebaut wurde. Sie diente als Stützpunkt in den ostelbischen Kreuzzügen. Vor der Wende 1990 wurde das Gehöft als Wohnraum sowie durch den Kindergarten genutzt, derzeit steht es leer.

 

Das Schlösschen befindet sich derzeit noch in einem Dornröschenschlaf und wartet darauf wachgeküsst zu werden. Es gibt einen neuen Besitzer, der es sich mittelfristig zum Ziel gesetzt hat, das Ensemble um das Haus, dem Garten und den Nebenanlagen wieder herzurichten.

 

Quelle Bild 3: Herr Michael Schob

 

 

Sage von der Semmelfrau

Im Lietzower Semmelweg befindet sich ausgehend von der Bundesstraße 5 vor dem Graben ein beschädigtes Sühnekreuz aus rotem Granit. Das Sühnekreuz erinnert an die Sage um den hungrigen Wolf und der Semmelfrau. Die Sage selbst findet sich auch auf dieser Homepage in der Navigationsleiste unter dem Punkt „Sage Semmelfrau“.

 

 

 

Kita

Seit dem 01. August 2014 gibt es im Ort auch wieder eine Kindertagesstätte. Ein ehemaliges Stallgebäude der Domäne Lietzow, nördlich der Hamburger Chaussee, wurde in eine „Wohlfühloase für Kinder“ umgewandelt. Die Kita „Lietzower Luchwichtel“ hat eine Kapazität von bis zu 60 Kindern. Aufgrund der hohen Nachfrage konnten bereits kurz nach der Eröffnung keine Anmeldungen mehr angenommen werden. Auf einer Gesamtfläche von 584 m² und einer Außenfläche von 1.200 m² werden Kinder im Alter von einem Jahr bis hin zum Beginn der Schule betreut und gefördert.

 

 

Radweg

Der bekannte und bei Radfahrern beliebte 115 km lange Havelland-Radweg verläuft von der Bundeshauptstadt Berlin über Lietzow bis hin in den Naturpark Westhavelland. Der Radweg lädt ein, die landwirtschaftlichen Reize der Region mit Wiesen und Felder zu genießen und aufzusaugen. Viele Radfahrer machen eine Rast in Lietzow und kehren ein beim Eis-Emporio, um dort die Eisspezialitäten zu genießen.

 

 

 

Dorfleben

Es lässt sich feststellen, dass es in den vergangenen Jahren wieder ein zunehmendes Interesse am traditionellen Dorfleben gibt. Die zahlreichen Angebote der Vereine vor Ort werden nachgefragt und die Feste erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit. In der Navigationsleiste unter dem Punkt „Förderer Dorfleben“ findet sich eine Auflistung der in Lietzow aktiven Vereine.